









Handwerklicher Unterricht in der Mittelstufe
Handwerklich-künstlerische Fächer sind wesentlicher Bestandteil des Fächerkanons von der ersten bis zur zwölften Klasse. Der zweistündige Handarbeitsunterricht beginnt in der ersten Klasse und wird ab der fünften durch den Werkunterricht ergänzt. Im Werken werden zunächst der Umgang mit dem Handschnitzmesser erlernt und kleinere Arbeiten aus weichem Lindenholz angefertigt. Neben der sicheren und geschickten Handhabung eines scharfen Werkzeuges werden elementare, sinnliche Erfahrungen mit dem lebendigen Werkstoff Holz gemacht. Ab der sechsten Klasse wird an der Werkbank mit Hartholz gearbeitet. Durch sachgerechtes Raspeln und Feilen wird plangerecht ein funktionsgerechtes Werkstück gefertigt, dabei wird das vorstellende Denken geübt. Höhepunkt des Werkunterrichts sind in der siebten und achten Klasse der Bogenbau und die ersten Schreinerarbeiten.
Handwerklich-künstlerische Epochen in der Oberstufe.
Ab der neunten Klasse findet der handwerklich-künstlerische Unterricht in zwölfwöchigen Epochen mit vier Wochenstunden statt. Die Schüler/-innen besuchen in Gruppen von 10-12 Jugendlichen Kurse in Schneidern, Korbflechten, Schmieden, Kupfertreiben, Schreinern, Weben, Kartonage, Buchbinden, Plastizieren, Steinbildhauen, Zeichnen und Schauspiel. Durch die Vielfalt der Angebote wird ein breites Spektrum an Herausforderungen geschaffen, an denen sich zahlreiche Fähigkeiten individuell entwickeln können. Neben gestalterischen Kompetenzen werden methodische und persönliche Fähigkeiten, wie Ausdauer, Sorgfalt und Selbständigkeit gefördert. Hinzu kommen soziale Kompetenzen, die in der späteren Arbeitswelt zunehmend erforderlich sind.Für den Unterricht stehen speziell eingerichtete Werkstätten zur Verfügung. Das Fachkollegium zeichnet sich durch entsprechende berufliche Qualifikationen wie Gesellen- und Meisterbriefe aus.